Drohnen

Die Yuneec Typhoon H: nicht nur für Profi-Piloten

Hochauflösende Videos, wendige Flugmanöver und zahlreiche Flugmodi: Drohnen bleiben bei Hobbypiloten und Produktionsfirmen weiterhin beliebt. Mit der Typhoon H hat der große asiatische Hersteller Yuneec ein fortschrittliches Modell im mittleren Preisbereich auf den Markt gebracht, das auch das Interesse von Profis weckt. Videos in 4K-Auflösung sind nicht das einzige, was der Multicopter kann.
© Pixabay
Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat kürzlich die Rechte und Pflichten von Hobbypiloten klar geregelt. Sie müssen künftig einen Test absolvieren, bevor sie eine Flugerlaubnis für Drohnen erhalten. Auch in Deutschland gelten Vorschriften. Drohnen dürfen zum Beispiel nur in Sichtweite fliegen. So streng wie in den USA sind die Regeln hierzulande (noch) nicht. Aber bei einem Modell wie der Typhoon H dürften Piloten allein schon wegen des Preises besonders rücksichtsvoll mit ihrem Fluggerät umgehen.

Die Ausstattung der Typhoon H

Die als Hexacopter konzipierte Drohne verfügt über eine voll schwenkbare 4K-Kamera. Diese ermöglicht Zeitlupenaufnahmen in Full HD und Bilder mit 12 Megapixeln. Ein 360-Grad-Gimbal zur Bildstabilisierung gehört ebenfalls zum Lieferumfang. Damit grenzt sich die Typhoon H von den meisten Hobbydrohnen ab. Das Sichtfeld der Kamera beträgt 115° (Weitwinkel). Das Kamerasystem besitzt ein integriertes Mikrofon und kann microSD-Karten mit maximal 128 GB aufnehmen. Erwähnenswert ist auch das für bessere Kamerasicht einklappbare Landegestell. Der, mit 5.400 mAh stark dimensionierte, Akku reicht laut Hersteller für bis zu 25 Minuten Flugzeit -- deutlich mehr als Hobbydrohnen bieten.

Neue Technologie verhindert Zusammenstöße

Neu ist die mit Ultraschall arbeitende Real-Sense-Technologie, die in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Intel entwickelt wurde. Das Anti-Kollisionssystem erkennt stehende und sich bewegende Hindernisse und weicht ihnen aus. Damit präsentiert das Unternehmen ein modernes Sicherheitsfeature. Besonders hilfreich ist dieses für den Follow-Me-Modus. In diesem Modus folgt der GPS-gestützte Copter selbstständig der Person, die das Signal aussendet und filmt sie.

Eine nicht neue, aber sehr sinnvolle Funktion der Yuneec Typhoon H stellen die integrierten No-Fly-Zonen (NFZ) dar. Die Drohne erkennt anhand eingespeicherter GPS-Daten selbstständig Flugverbotszonen und kann in diesen nicht gestartet werden. Ausschaltbar ist das NFZ-System nicht. Weitere Flugmodi sind unter anderem die – von anderen Drohnen bekannte – Return-to-Home-Funktion sowie der Orbit-Modus, bei dem die Drohne um den Piloten fliegt und die Kamera auf ihn gerichtet hält. Weitere Informationen über das Modell sind auf yuneec.de zu finden.

Die bewährte Fernsteuerung ST16

Die Fernsteuerung besitzt einen Bildschirm, auf den in 720P-Auflösung das Live-Bild der Kamera (First-Person-View) übertragen werden kann. Das Android-System mit Touchscreen bietet außerdem zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für die Drohne. Besonders für professionelle Aufnahmen interessant ist der Team-Mode. Er erlaubt es, die Steuerung der Kamera an eine zweite Fernbedienung zu übertragen. Auf diese Weise kann der Pilot sich voll auf die Steuerung der Drohne konzentrieren, während der Kameramann sich ausschließlich den Aufnahmen widmet. Die Reichweite des Bildsignals liegt laut Angaben des Herstellers bei bis zu 1,6 km. Die maximale Geschwindigkeit gibt Yuneec mit 36 km/h an, die maximale Flughöhe mit 122 m. Ein Transportkoffer aus stabilem ABS-Kunststoff ist im Lieferumfang enthalten.

Die Typhoon H vereint altbewährtes mit modernen Entwicklungen. Der Preis macht die Drohne für Einsteiger uninteressant. Wer aber professionelle Aufnahmen anfertigen möchte, bekommt mit dem Hexacopter ein relativ preiswertes Modell.

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